Liebe Leserinnen und Leser,

vor einigen Wochen war ich zu einer Informationsveranstaltung im Hause des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) eingeladen. Der zuständige Minister, Herr Habeck berichtete hier, dass auch die Deponie in Großenaspe

 als möglicher Standort für die Entsorgung von gering belasteten Bauschutt aus dem Rückbau der schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke in Frage kommen könnte. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde deutlich, dass insbesondere an den insgesamt betroffenen Deponiestandorten ein noch erheblicher Informationsbedarf besteht und durch die teilweise bereits erfolgte Presseberichterstattung erhebliche Verunsicherung herrscht. So kann ich auch sehr gut nachvollziehen, dass auch in Großenaspe die Bürger sich Sorgen machen und noch viele offene Fragen auftreten. Erste Informationen lieferte bereits der Geschäftsführer der Großenasper Deponie, Herr Reimer Brüggen auf der letzten Gemeindevertretersitzung. Darüber hinaus wird es am 18.Juli 2016 um 19 Uhr in Timm`s Gasthof eine Einwohnerversammlung geben, bei der umfangreich zu diesem Thema informiert werden soll. Ich möchte Sie alle hierzu recht herzlich einladen.  

Zur Zeit steht noch nicht fest, in welcher Form die Gemeinden und auch die Deponiebetreiber ein mögliches Mitspracherecht bei der Standortsuche haben. Wichtig ist zunächst einmal aus meiner Sicht, alle notwendigen Fakten zu sammeln und sehr kritisch zu bewerten. Dabei muss auf jeden Fall in Großenaspe die unmittelbare Nähe des gemeindeeigenen Wasserwerkes bei der Beurteilung der Standortfrage eine wesentliche Berücksichtigung finden. Ich hoffe, dass die Informationsveranstaltung am 18.Juli hier für mehr Klarheit sorgen wird. Auf jeden Fall werden die verantwortlichen Kommunalpolitiker alles dafür tun, dass durch die Einlagerung von Abfällen jeglicher Art in die Großenasper Deponie eine Gefährdung unserer Umwelt ausgeschlossen bleibt.

Torsten Klinger

Bürgermeister